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Mit vorausschauenden Gesundheitsdiensten durch die Pandemie

Während der Fokus aller Anstrengungen derzeit auf der Eindämmung der Covid-19-Pandemie liegt, dürfen verzögerte Auswirkungen etwa durch vernachlässigte Vorsorge oder potenziell steigende Infektionszahlen von HIV und STI nicht außer Acht gelassen werden. Diesen Langzeiteffekten kann frühzeitig entgegen gewirkt werden, indem innovative Angebote im Gesundheitswesen einen entscheidenden Beitrag dazu leisten.

Gesundheitsmanagement verlagert sich in die eigenen vier Wände

Bekanntheit und Bewusstsein von Infektionsschutzmaßnahmen dürften in der breiten Bevölkerung noch nie so hoch gewesen sein wie dieses Jahr. Gleichzeitig steigt bei vielen das Bedürfnis nach Gesundheitsvorsorge in Eigenregie und lockdown-konformem Format. Neben Fitnessprogramm, Kochstudio, Club oder Geburtstagsfeier lässt sich dank innovativer Lösungen im Gesundheitswesen auch ein Teil der Gesundheitsvorsorge selbstbestimmt von Patient_innen aufrechterhalten, ohne das System dabei zu strapazieren. Wie auch in der Covid-19-Pandemiebekämpfung gilt auch bei HIV und STI, dass eine effektive Teststrategie für frühe Diagnosen, die Vermeidung von Krankheitskomplikationen und Folgeschäden sowie das Unterbrechen von Infektionsketten unabdingbar ist.

Und trotz jährlich steigender Infektionszahlen ist das regelmäßige Testen auf Geschlechtskrankheiten in Deutschland noch nicht etabliert. Dabei könnten gerade die kontaktbeschränkten Monate zur Eindämmung der Verbreitung von HIV und STI entscheidend beitragen, bevor im nächsten Sommer das Kontakt- und Sexualverhalten mit Lockerung der Beschränkungen wieder Fahrt aufnehmen wird - wenn möglichst viele asymptomatische Patient_innen sich einfach testen ließen.

Kontaktbeschränkungen als Risiko oder Chance für HIV- und STI-Prävention?

Durch die Schutz- und Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie zeichnet sich ein temporärer Rückgang anderer Atemwegs- sowie Magen-Darm-Erkrankungen ab und zumindest in der Theorie sollten die empfohlenen Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen die Infektionszahlen der häufigsten STI wie HIV, Chlamydien, Gonorrhö (Tripper) oder Syphilis ebenso zurück gehen lassen. Allerdings steigt während des Lockdowns das Risiko der Weitergabe unentdeckter Infektionen, da asymptomatische Patient_innen den Arzttermin oder den Besuch im Gesundheitsamt aus gegebenen Pandemie-Maßnahmen vermeiden und damit auch potenziell Tests auf Geschlechtskrankheiten ausfallen lassen werden.

Dr. John McSorley der British Association for Sexual Health and HIV (Bashh) forderte bereits im Frühjahr gar die Nutzung des Lockdowns in UK als historische Chance zur Eindämmung der Verbreitung von STI, da sich in dieser Phase Infektionen vor einer möglichen Weitergabe nach Lockerung der Beschränkungen gut entdecken und behandeln ließen.

Auch wenn bestimmte Vorsorgemaßnahmen nicht digital abgebildet werden können, so kann speziell im Bereich der HIV- und STI-Prävention durch Heimtests mit Laboranalyse das regelmäßige Testen verlässlich außerhalb der Praxis stattfinden.

Zuhause testen, in der Praxis behandeln

Gerade jetzt sind innovative Lösungen gefragt, die den persönlichen Kontakt zwischen medizinischem Fachpersonal und Patient_innen bei gleichem Effekt reduzieren, Videosprechstunden oder Symptom-Check-Apps leisten an dieser Stelle bereits einen wichtigen Beitrag. Gleichzeitig bieten neuartige Dienstleistungen, die auf medizinischer Expertise fundieren, die Chance auf eine verbesserte, vertrauensvolle Beziehung zwischen Patient_innen und Ärzt_innen dank größerer Selbstbestimmung und Mündigkeit im individuellen Gesundheitsmanagement.

Aktuell besteht leider keine Möglichkeit der Kostenübernahme von asymptomatischen Screenings, der innovative Testing-Service von s.a.m health bietet Patient_innen für diese Eigenleistung hingegen ein maximales Maß an Selbstbestimmung und Diskretion bei gleichzeitig höchstem medizinischen Qualitätsstandard. Bei reaktiven oder positiven Ergebnissen werden Patient_innen über Behandlungsmöglichkeiten informiert und an ihre behandelnden Ärzt_innen verwiesen.

Innovation mit messbarem Erfolg für öffentliche Gesundheitssysteme

Nicht nur angesichts der asymptomatischen Verläufe vieler STIs, sondern auch der aktuellen Herausforderungen in medizinischer Versorgung und Covid-19-Infektionsschutz, stellt s.a.m health eine Entlastung für Arztpraxen und ÖGD dar, die ihre Ressourcen damit besser auf Behandlung diagnostizierter Infektionen und Begleitung komplexer gesundheitlicher Probleme fokussieren können.

Die Diagnoseraten aus der Pilotphase zeigen, dass vor allem neue oder unregelmäßige Tester_innen durch den Service überzeugt werden konnten. Darüber stellt das Angebot insbesondere für ländliche Regionen eine wichtige Ergänzung zur öffentlichen Gesundheitsvorsorge dar.

Es wird unsere gemeinsame Anstrengung brauchen, um die Langzeiteffekte der Pandemie bereits jetzt anzugehen. s.a.m health bietet einen Baustein im Bereich der HIV- und STI-Prävention, der sowohl medizinischen Fachkräften als auch Patient_innen ermöglicht ihren Teil dazu beizutragen. Und genau jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt, einen Anstieg an HIV- und STI-Infektionen nach Ende des Lockdowns zu verhindern.


So funktioniert s.a.m health

In wenigen Schritten gelangen Nutzer_innen zum regelmäßigen Test auf HIV & STI:

Der Service von s.a.m health basiert auf Vertraulichkeit, Diskretion und Selbstbestimmung. Im Falle reaktiver oder positiver Testergebnisse werden Behandlungsoptionen mit Verweis auf behandelnde Ärzt_innen im weiterführenden Beratungsgespräch erläutert.

HIV- & STI-Test mit Laboranalyse bequem von zu Hause aus

Diskrete Online-Registrierung, telefonische Beratung und Versand per Post.

Über s.a.m health

s.a.m health ist ein gemeinsames Projekt von Deutscher Aidshilfe, Münchner Aidshilfe, Labor Lademannbogen und ViiV Healthcare.

Entworfen wurde das Angebot im Rahmen eines Innovationsprojektes von ViiV Healthcare und Deutscher Aidshilfe und gemeinsam mit Nutzer_innen sowie bisher nicht erreichten Ziegruppen von HIV- und STI-Testangeboten entwickelt.

„Das langfristige Ziel ist die Erhöhung der Diagnoserate und das Senken der Spätdiagnosen in Deutschland durch einen einfachen STI-Screening-Service, der den Zugang zur Testung erweitert und die Barrieren für ein regelmäßiges Screening senkt.“

(s.a.m health Joint Working Agreement )

Entstanden ist ein Service, der Erwachsenen (+18 Jahre) ermöglicht ihre sexuelle Gesundheit diskret, einfach und selbstbestimmt zu managen, indem sie regelmäßige Tests mit anschließender Laboranalyse zu Hause durchführen. Aktuell beinhaltet das Testkit von s.a.m health Tests auf Chlamydien, Gonorrhö (Tripper), Syphilis und HIV.

Sie haben weitere Fragen zu s.a.m health oder möchten Informationsmaterial für Ihre Praxis bestellen? Dann wenden Sie sich gern per Email an sam@dah.aidshilfe.de

Sexuelle Gesundheit. Dein Weg.

Unser diskretes Versandtestkit bietet Labortests auf HIV, Syphilis, Tripper (Gonorrhö) und Chlamydien.

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